Archiv der Kategorie: Alzheimer

Forschungsprojekt gestartet: Erhöht die Luftverschmutzung das Alzheimer-Risiko?

Wed, 24 Jan 2018 10:23:00 GMT

Über 100 Jahre Alzheimer-Forschung, doch die Ursachen der häufigsten Form aller Demenzerkrankungen sind weiterhin unklar. Aktuelle Beobachtungsstudien zeigen jetzt, dass Menschen, die in der Nähe von vielbefahrenen Straßen leben, ein erhöhtes Risiko für kognitive Einschränkungen haben. Dr. Roel Schins vom IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf will nun gemeinsam mit seinem niederländischen Projektpartner Prof. Dr. Flemming Cassee (RIVM Bilthoven/NL) herausfinden, ob eine schlechte Luftqualität in der Nähe von vielbefahrenen Straßen die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit beeinflussen kann.

http://idw-online.de/de/news688008

Geistig fit ins Alter

Wed, 20 Sep 2017 10:04:00 GMT

Weltalzheimertag am 21. September: Ungünstige Ernährung, zu wenig Bewegung, mangelnde geistige Förderung, all das sind Risikofaktoren für Demenz im Alter. Das Projekt „AgeWell.de“ des Institutes für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Universität Leipzig will nun herausfinden, ob eine zeitgleiche positive Beeinflussung mehrerer dieser Faktoren einen möglichen geistigen Abbau im Alter verzögern oder gar vermeiden kann.

http://idw-online.de/de/news681388

Welt-Alzheimertag am 21. September: Wirksamkeit von Testosteron gegen Demenzkrankheiten nicht belegt

Wed, 20 Sep 2017 10:54:00 GMT

1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Bis zum Jahr 2050 könnte sich diese Zahl sogar fast verdoppeln. Eine aktuelle Übersichtarbeit in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift erörtert die widersprüchlichen Daten zur Testosteronbehandlung bei Demenz. Sie räumt auf mit dem verbreiteten Gerücht, Testosteron sei ein wirksames Mittel gegen Demenzkrankheiten inklusive des Alzheimers. Umso wichtiger ist daher die Vorbeugung in der jungen und mittleren Lebensphase – damit können erwiesenermaßen ein Drittel aller Demenz-Erkrankungen verhindert werden, wie eine aktuelle Studie im britischen Fachmagazin Lancet zeigt.

http://idw-online.de/de/news681397

Münchener Verein hebt Bedeutung der privaten Zusatzvorsorge für Demenzerkrankungen hervor / Welt-Alzheimertag 2017: Private Absicherung des Demenzrisikos schließt finanzielle Lücke

Münchener Verein Versicherungsgruppe: München (ots) – Anlässlich des Welt-Alzheimertages, der am 21. September 2017 unter dem Motto "Demenz. Die Vielfalt im Blick" stattfindet, unterstreicht die Münchener Verein Versicherungsgruppe die Notwendigkeit einer privaten Demenz- und …

Quelle:
redaktion@presseportal.de (presseportal.de) / Münchener Verein Versicherungsgruppe/ Wed, 20 Sep 2017 08:14:29 +0200

Münchener Verein hebt Bedeutung der privaten Zusatzvorsorge für Demenzerkrankungen hervor / Welt-Alzheimertag 2017: Private Absicherung des Demenzrisikos schließt finanzielle Lücke

Münchener Verein Versicherungsgruppe: München (ots) – Anlässlich des Welt-Alzheimertages, der am 21. September 2017 unter dem Motto "Demenz. Die Vielfalt im Blick" stattfindet, unterstreicht die Münchener Verein Versicherungsgruppe die Notwendigkeit einer privaten Demenz- und …

http://www.presseportal.de/pm/60945/3739937

Quelle:
redaktion@presseportal.de (presseportal.de)

Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer

Mon, 11 Sep 2017 15:22:00 GMT

Das interdisziplinäre Konsortium HiPSTAR erforscht die Entstehungsmechanismen der Krankheit Morbus Alzheimer. Im Speziellen geht es dabei um den Zusammenhang mit Veränderungen an der Blut-Hirn-Schranke. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung von neuen Medikamenten und Therapien gegen die verbreitete Demenzerkrankung. Koordiniert werden die Forschungsarbeiten von Dr. Marco Metzger am Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin (TERM) am Uniklinikum Würzburg. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit 1,7 Millionen Euro.

http://idw-online.de/de/news680821

Science: Schärfstes Bild von Alzheimer-Fibrillen zeigt bislang unbekannte Details

Thu, 07 Sep 2017 18:00:00 GMT

Ein deutsch-niederländisches Forscherteam hat die Struktur einer Amyloid-Fibrille in bislang unerreichter Auflösung entschlüsselt. Fasern aus dem körpereigenen Protein Amyloid-beta (Aß) sind der Hauptbestandteil krankhafter Eiweißablagerungen im Gehirn. Diese gelten als zentrales Kennzeichen der Alzheimerschen Demenz. Das atomgenaue Modell der Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Hamburger Centre for Structural Systems Biology sowie der Universität Maastricht zeigt bislang unbekannte strukturelle Details, mit denen sich viele Fragen zum Wachstum der schädlichen Ablagerungen sowie zur Wirkung genetischer Risikofaktoren erklären lassen.

http://idw-online.de/de/news680553

Adipositas lässt Gehirn schneller altern

Übergewicht verringert Vernetzung zwischen Hirnregionen

 

Starkes Übergewicht erhöht nicht nur das Risiko, an Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz oder Arteriosklerose zu erkranken, sondern gefährdet auch das Gehirn und seine geistigen Fähigkeiten. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben nun herausgefunden, dass bei Adipösen höheren Alters das sogenannte Default Mode Network schwächer vernetzt ist und dadurch Prozesse wie Erinnern und Planen schlechter funktionieren könnten. Das ist ein wichtiges Indiz für eine frühzeitig drohende Alzheimer-Demenz.

„Wir haben bereits lange vermutet, dass ein hoher Body Mass Index auch dem Gehirn schadet. Jetzt haben wir direkte Hinweise dafür gefunden“, so Veronica Witte, Leiterin der zugrundeliegenden Studie und der Forschungsgruppe Altern und Adipositas am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. „Wir haben beobachtet, dass bei stark Übergewichtigen innerhalb eines bestimmten Netzwerks einige Regionen schwächer miteinander verbunden sind. Dadurch können in diesem sogenannten Default Mode Network, kurz DMN, die einzelnen Regionen schlechter zusammenarbeiten.“

Das DMN wird zum einen aktiv, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unseren inneren Zustand richten, unseren Gedanken freien Lauf lassen oder uns erinnern. Zum anderen scheint es aber auch jene Aufgaben zu unterstützen, die unmittelbar einer Handlung vorangehen oder sie begleiten, etwa wenn wir etwas gezielt planen, koordinieren, Hindernisse einplanen und unsere Impulse kontrollieren. Das Brisante dabei: Ein weniger vernetztes DMN ist auch ein frühes Signal für ein höheres Risiko an Alzheimer-Demenz zu erkranken. Anzeichen, die sonst erst im hohen Alter oder bei drohender Demenz zu sehen sind, zeigen sich damit bei stark Übergewichtigen bereits früher im Laufe ihres Lebens.

Bisher war nicht klar, ob möglicherweise sogar das Gegenteil der Fall sein könnte: Dass also Übergewicht im höheren Alter sogar einen gewissen Schutz gegenüber Alzheimer bieten könnte – so, wie beispielsweise die Sterberate nach einem Schlaganfall oder einigen anderen Alterserkrankungen bei Übergewichtigen geringer ist“, so die Neurowissenschaftlerin. „In unserem Falle zeigte sich dieses als Adipositas-Paradoxon bezeichnete Phänomen nicht. Adipositas scheint das Gehirn schneller altern zu lassen und damit das Risiko gegenüber einer Alzheimer-Demenz zu erhöhen.“

Bisherige Studien zum Zusammenhang zwischen Adipositas und Hirnstruktur wurden vor allem an jüngeren Personen, mit geringer Teilnehmerzahl durchgeführt, sodass es teilweise zu widersprüchlichen Ergebnissen kam. Die gefunden Zusammenhänge waren somit nicht direkt auf ältere Menschen übertragbar. In dieser in Kooperation mit dem Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten (LIFE) durchgeführten Studie waren hingegen über 700 gesunde 60- bis 80-jährige Studienteilnehmer ohne Vorbelastungen durch einen Schlaganfall oder Ähnliches untersucht worden. Die Ergebnisse der Leipziger Neurowissenschaftler, die zusätzlich weitere Risikofaktoren wie Rauchen, Depression und Bluthochdruck einbezogen, können damit als besonders aussagekräftig gewertet werden.

Dennoch sind ihre Ergebnisse nur Momentaufnahmen. „Interessant wäre es nun, in zukünftigen Studien zu beobachten, wie sich das DMN bei unseren Probanden in den nächsten Jahren entwickelt und welche Auswirkungen das wiederum auf die geistige Leistungsfähigkeit hat. Oder wie es sich beispielsweise verändert, wenn sie ihren Lebensstil radikal umstellen und ihr Körpergewicht reduzieren“, fügt Witte hinzu.

Originalpublikation:
Beyer F, Kharabian Masouleh S, Huntenburg JM, Lampe L, Luck T, Riedel-Heller SG, Loeffler M, Schroeter ML, Stumvoll M, Villringer A, Witte AV (2017) Higher body mass index is associated with reduced posterior default mode connectivity in older adults. Hum Brain Mapp. doi: 10.1002/hbm.23605.

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Veronica Witte
Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig
Tel. 0341 9940-2426
witte@cbs.mpg.de

Verena Müller
Pressereferentin
Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig
Tel. 0341 9940-148
verenamueller@cbs.mpg.de

 

Quelle:

Informationsdienst Wissenschaft – idw – Pressemitteilung
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., Dr. Harald Rösch, 18.05.2017 16:07

Blick ins „Getriebe“ der „Zellkraftwerke“ erstmals möglich: Forscher entwickeln optische Messmethode

Informationsdienst Wissenschaft – idw – Pressemitteilung

Universität Ulm, Marieke Behnel, 20.12.2016 13:30
Volkskrankheit Alzheimer: Bislang sind die Ursachen der neurodegenerativen Erkrankung, an der mehr als eine Million Deutsche leiden, nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen gestörte Stoffwechselprozesse in den Mitochondrien, den sogenannten „Kraftwerken der Zelle“, eine zentrale Rolle. Wissenschaftler der Uni und Uniklinik Ulm haben nun eine Untersuchungsmethode entwickelt, mit der die komplexen Vorgänge im Zellinneren optisch dargestellt werden können. Mit dem Messverfahren erreichten die Forscher Mitte Dezember das Finale um den renommierten Otto von Guericke-Preis.
Unsere Gesellschaft wird immer älter, und mit dem Alter steigt das Risiko für bestimmte Krankheiten wie die Alzheimer-Demenz. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft werden pro Jahr etwa 40 000 Menschen neu an der Demenzform erkranken, sofern es keinen Durchbruch in Prävention und Therapie gebe. Die Ulmer Wissenschaftler Dr. Angelika Rück, Professorin Christine von Arnim und Dr. Björn von Einem haben nun zwei mikroskopische Methoden zur Fluoreszenz- (FLIM) und Phosphoreszenzmessung (PLIM) kombiniert, die sowohl die Diagnostik als auch die Entwicklung und Erprobung neuer Medikamente für Alzheimer und andere Volkskrankheiten wie Diabetes und Adipositas oder Tumor- sowie Autoimmunerkrankungen vorantreiben könnten.
„Bislang konnten wir den Stoffwechsel einer Zelle über den Sauerstoffverbrauch in Zellpopulationen messen, aber nicht die eigentliche Stoffwechselaktivität in den Zellen sichtbar machen“, erklärt Professorin Christine von Arnim, Oberärztin an der Klinik für Neurologie der Uniklinik Ulm und Leiterin der Arbeitsgruppe Alzheimer Lab. „Mit dem von uns entwickelten optischen Verfahren sind wir jetzt erstmals in der Lage, wesentliche Stoffwechselprozesse in den Mitochondrien lebender Zellen darzustellen und zu verstehen. Wir können damit also auch metabolische Veränderungen bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer nachvollziehen“, erläutert Dr. Angelika Rück, Leiterin der Core Facility „Konfokale und Multiphotonen Mikroskopie“ an der Uni Ulm. Das neue Verfahren werde daher in Zukunft von großer Bedeutung für die Entwicklung von Medikamenten sein, sind die Wissenschaftler überzeugt.
Was genau mithilfe der FLIM/PLIM-Kombination dargestellt werden kann, beschreibt Dr. Björn von Einem, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Alzheimer Lab: „Sehr vereinfacht gesagt messen wir die Dauer der Lichtemissionen der wichtigsten Moleküle des mitochondrialen Stoffwechsels. Diese werden mit einem Laser angeregt. Dann messen wir die Dauer der Fluoreszenz und die Abklingzeit in Nanosekunden. Parallel ermitteln wir die Sauerstoffkonzentration mithilfe eines Phosphoreszenzmarkers“, so der Biologe. In Experimenten simulierten die Wissenschaftler Störungen im Zellstoffwechsel, indem sie die mitochondriale Atmung unter anderem durch Zugabe des Antibiotikums Antimycin A hemmten. Mithilfe der neuen Laser-Apparatur konnten die Forscher zum einen die so entstehenden metabolischen Veränderungen in der Zelle und in den Mitochondrien darstellen. Zum anderen gelang es ihnen, diese gleichzeitig mit der Funktion des Sauerstoffs in der mitochondrialen Membran in Verbindung zu bringen.

Für die neuartige Untersuchungsmethode stellten die Firmen Toptica Photonics AG und Spectra-Physics GmbH die Laser-Apparatur bereit, vom Industriepartner Becker & Hickl GmbH kamen die Detektoren. Das langfristige Ziel der Forscher ist, das Verfahren in vivo anzuwenden, beispielsweise um in lebenden Zellen zu beobachten, welche Substanzen die Stoffwechselprozesse auf welche Weise beeinflussen.
Über das Projekt

Das Projekt „Mitochondriales Monitoring von Stoffwechseländerungen bei neurologischen Erkrankungen mittels optischer Systeme (Mitoskopie)“ der Ulmer Wissenschaftler wurde im Rahmen eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) durchgeführt und von der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V. (F.O.M) koordiniert. Die IGF soll die strukturbedingten Nachteile kleiner und mittlerer Unternehmen auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung ausgleichen. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert. Organisiert wird die IGF wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF). Dieses Netzwerk vergibt jährlich den Otto von Guericke-Preis (à 10 000 Euro), für den das Ulmer Projekt dieses Mal nominiert war.

Video zum Projekt (Quelle: AiF): https://www.youtube.com/watch?v=3bybsO4ugfo

 

Quelle: IDW