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Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn ist eine schubweise auftretende, chronisch-entzündliche Darmerkrankung, welche sich je nach Schweregrad auf den gesamten Verdauungstrakt auswirken kann.

In der Regel sind vor allem Dünn- (terminales Ileum) und Dickdarm (Colon) getroffen, seltener Mund oder Speiseröhre. Morbus Crohn befällt die Schichten der Darmschleimhaut und löst dort Infektionen aus.

Diese Infektionen treten vor allem segmental auf, was heißt, dass nur Teilabschnitte von der Entzündung befallen sind. Daneben liegen gesunde, nicht betroffene Bereiche.

Es können gleichzeitig verschiedene Bereiche entzündet sein. Das Risikoalter liegt zwischen 15 und 35 Jahren – vor allem junge Menschen sind also von Morbus Crohn betroffen. Im Jahr 2014 gab es in Deutschland rund 300.000 Erkrankte, Tendenz steigend.

Vermutlich spielt genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle, da die Erkrankung gehäuft in Familien mit Betroffenen auftreten kann.

Wie entsteht Morbus Crohn?

Über die genaue Ursache der Entstehung von Morbus Crohn sind sich Fachkundige nicht ganz einig. Während die Vererbung vermutlich eine Rolle spielt, gibt es einige Risikofaktoren, die die Erkrankung ebenfalls begünstigen können.
Leidet ein Verwandter an der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, erhöht sich das Risiko einer Morbus Crohn-Erkrankung für Familienmitglieder um das Zehnfache. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bei einigen Erkrankten Veränderungen im Genpool vorliegen.

Dies betrifft beispielsweise das auf dem 16. Chromosom liegende NOD2/CARD 15-Gen.

Morbus Crohn wird als Autoimmunerkrankung klassifiziert, da es zu einer Überreaktion des Körpers auf Krankheitserreger kommen kann, welche von besagten Immunzellen nicht bekämpft werden können.
Theorien, die besagen, dass falsche Ernährung und psychische Vorerkrankungen Morbus Crohn nachhaltig begünstigen können, gelten inzwischen als widerlegt.

Fakt ist allerdings, dass Umwelteinflüsse sich vermutlich negativ auswirken.

Die Anzahl der Erkrankten ist in den Industrieländern höher als in Entwicklungsländern. Zudem scheint das Rauchen Morbus Crohn zu begünstigen.

Was sind die Symptome von Morbus Crohn?

Hauptsächlich auftretende Symptome einer Crohn-Erkrankung sind häufig auftretende Bauchschmerzen, welche bereits über einen längeren Zeitraum immer wiederkehren. Hinzu kommen in der Regel Darmbeschwerden wie zum Beispiel Durchfälle.

Andere Symptome können Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie allgemeines Unwohlsein sein.
Die auftretenden Schmerzen oder Krämpfe können oftmals im rechten Unterbauch lokalisiert werden und treten besonders vor dem Stuhlgang oder nach dem Essen auf. Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen konnten zudem beobachtet werden.

Da Morbus Crohn in Schüben auftritt, gibt es Ruhephasen, in denen keinerlei Beschwerden geschildert werden. Normalerweise dauern die Schübe mehrere Wochen an.
Extraintestinale Symptome, also solche, die nicht den Bereich des Darms betreffen, können beispielsweise Augenentzündungen und Beschwerden in den Gelenken sein.

Mit welchen Diagnosemethoden wird Morbus Crohn erkannt?

Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte in jedem Fall ein Mediziner aufgesucht werden. Während einer genauen Befragung des Patienten können bereits erste Rückschlüsse und Vermutungen angestellt werden. Bei dem Verdacht auf Morbus Crohn wird der Arzt verschiedene Untersuchungen durchführen. Zuständig ist der sogenannte Gastroenterologe.
Zunächst wird er den Patienten allgemein körperlich untersuchen. Dazu gehört auch ein Abtasten des Bauches, um die Schmerzen besser einordnen zu können. Möglicherweise erfolgt auch eine Untersuchung des Afters, um nach Fisteln oder Fissuren zu suchen, welche von Morbus Crohn begünstigt werden. Außerdem können beim Abtasten auch etwaige Verhärtungen erfühlt werden.
Die endgültige Diagnose kann nur über eine Darmspiegelung gestellt werden. Dabei kann auch gleich auf andere Erkrankungen des Darmtraktes untersucht werden.

Mögliche Polypen werden entfernt und ins Labor geschickt.

Bei einer Darmspiegelung wird eine Kamera, das sogenannte Endoskop, über den After in den Dickdarm eingeführt. Hierüber können mithilfe eines Monitors die Innenwände des Darm begutachtet werden. Treten charakteristische Veränderungen der Darmschleimhaut auf, können diese so erkannt werden. Der Gastroenterologe nimmt Gewebeproben (Biopsie), die im Labor überprüft werden. So kann Morbus Crohn von anderen entzündlichen Darmerkrankungen abgegrenzt werden.

Ist Morbus Crohn als Berufskrankheit anerkannt?

Unter Berufskrankheiten werden Erkrankungen gefasst, die durch die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit ausgelöst werden. Da Morbus Crohn jedoch vermutlich vorwiegend erblich bedingt ist und vermutlich weder mit der Ernährung noch psychischen Erkrankungen zusammenhängt, ist Morbus Crohn nicht als Berufskrankheit anerkannt.
Allerdings kann Morbus Crohn andererseits zur Berufsunfähigkeit führen.

Häufig sind Betroffene nicht voll leistungsfähig und fallen oft aus. Sie stehen unter ständiger medizinischer Beobachtung und zeigen je nach Fall keine körperliche Belastbarkeit. Für einen Arbeitgeber ist dies oftmals ein Ausschlusskriterium. Inwieweit Betroffene dazu in der Lage sind, verschiedene Tätigkeiten auszuführen, hängt von der jeweiligen Person und dem Schweregrad der Erkrankung ab.

Die Diagnose Morbus Crohn kann Kündigungsgrund sein. Dies hängt auch mit dem großen emotionalen Stress zusammen, den die Erkrankung mit sich bringt und welcher massiv das Arbeitsleben beeinflussen kann. Daher führt Morbus Crohn in gravierenden Fällen zur Berufsunfähigkeit.

Welche Therapieverfahren werden bei Morbus Crohn angewandt?

Bislang kann Morbus Crohn nicht geheilt werden. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern und das Lebensgefühl zu verbessern. Die Art der Behandlung hängt von der Stärke des Schubs und den damit einhergehenden Symptomen ab. Oftmals sind Schmerzmittel die ersten Mittel der Wahl. Auch Krampflöser werden gerne verschrieben, um die Schmerzen erträglicher zu gestalten. Hinzu kommt, dass die Entzündung eingedämmt werden sollte.
Dies erfolgt über die Gabe von Cortison oder ähnlichen Entzündungshemmern. Langanhaltende Durchfälle führen meist zu einem Mangel an Mineralien und Vitaminen. Daher ist neben einem Ausgleich des Flüssigkeitsmangels häufig die Einnahme von zusätzlichen Präparaten sinnvoll, um den Verlust auszugleichen. In einigen Fällen werden sie auch durch Spritzen zugeführt.

Zusätzlich sollte der Betroffene seine Ernährung umstellen, um etwaige Verschlechterungen des Zustands zu vermeiden. So können sich möglichst lange Ruhephasen einstellen. Hiervon abgesehen werden außerdem Immunsuppressiva und Antikörper verabreicht.
Die Chance, dass Betroffene sich Operationen unterziehen müssen, ist hoch. Dies wird nötig, wenn sich Fisteln oder Abszesse bilden oder ein Darmverschluss droht.

Wissenswertes zu Morbus Crohn

Eine verwandte Erkrankung ist Colitis ulcerosa, welche ebenfalls zu den chronischen Darmentzündungen gehört, die Darmschleimhaut aber beispielsweise nur oberflächlich befällt.
Morbus Crohn geht in vielen Fällen mit Lebensmittelunverträglichkeiten einher, die es abzuklären gilt.

Auf entsprechende Lebensmittel sollte im Folgenden verzichtet werden, um den Verlauf der Erkrankung nicht negativ zu beeinflussen. Häufig fällt hierunter vor allem ballaststoffreiche Ernährung, da sie zu Blähungen führt.

Die bewusste Zuführung von Mineralstoffen und Vitaminen ist ebenfalls wichtig, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

In der Regel nimmt die Stärke der Schübe mit den Jahren ab.

Rechnerisch haben Morbus Crohn-Patienten eine leicht erhöhte Sterblichkeit – verglichen mit dem Durchschnitt der Normalbevölkerung.
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