Mit Läusen bekommt es niemand gern zu tun – weder die meist betroffenen Kinder, noch ihre Eltern und Verwandten. Denn sind die Läuse erst einmal auf dem Vormarsch, erfordert es großen Aufwand, sie wieder loszuwerden. Was zum Thema Kopflausbefall wichtig ist und welche Behandlung hilft – die Infos gibt es hier.

 

Einen Kopflausbefall hat man sich schnell eingefangen

Kopfläuse – das sind kleine Parasiten, die es sich auf dem Kopf des Menschen gemütlich machen. Dort herrschen für sie ideale Bedingungen: Zum einen ist es wohlig warm, zum anderen bieten die dichten Haare ausreichend Schutz vor widrigen Umweltbedingungen. An sich würde der Mensch davon gar nicht viel mitbekommen, wären die Läuse nicht auf sein Blut aus. So jedoch sorgt der Kopflausbefall für geröteten Ausschlag und starken, sehr unangenehmen Juckreiz. Für die Betroffenen zählt daher vor allem eines: eine passende Behandlung oder sogar Expresshilfe bei Läusen

Verbreitet sind die Plagegeister auf der ganzen Welt; besonders auf dem Vormarsch sind die Läuse jedoch an Orten, an denen viel Körperkontakt herrscht: Schulen, Kindergärten und Kitas bieten den Läusen mit ihren spielenden Kindern die perfekte Gelegenheit zur Vermehrung. Krankheiten verbreiten Kopfläuse allerdings – entgegen vieler anderslautender Gerüchte – nicht.

Sind die Kopfläuse erst einmal auf dem Vormarsch, ist die Ansteckung schnell passiert. Wer Kopfläuse hat und mit jemand anderem die Köpfe zusammensteckt – zum Beispiel beim Spielen oder Kuscheln – ermöglicht den Parasiten die schnelle und einfache Übersiedlung. Den ersten Hinweis auf bestehenden Kopflausbefall gibt dann in der Regel der Juckreiz mit verstärktem Kratzen im Kopfbereich. Besteht erst einmal der Verdacht, braucht es ein scharfes Auge: Die Läuse selbst zeigen sich nur äußerst selten; Ausschau ist daher lieber nach den Nissen zu halten, ihren winzigen Eiern in der Nähe der Kopfhaut.

 

 Kopflausbefall und wie man ihn behandelt

Hat sich der Verdacht auf einen Kopflausbefall bestätigt, gilt es, die richtige Behandlung so schnell wie möglich durchzuführen – so ist eine weitere Verbreitung der Parasiten zu stoppen. Folgendes sollte dann auf dem Plan stehen:

  •  Die Anwendung eines anerkannten Läusemittels: Was dabei besonders zu beachten ist, lässt sich exakt in der Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produkts nachlesen. Meist wird ein solches Mittel in das feuchte Haar eingearbeitet und nach einer festgelegten Einwirkzeit wieder ausgespült – der Großteil der Läuse hat dagegen keine Chance.
  • Das feuchte Auskämmen der Haare: Im Anschluss an die Behandlung wird eine Spülung in die nassen Haare gegeben und mit einem speziellen Läusekamm Strähne für Strähne ausgekämmt. Zwischendurch wird der Kamm an einem Küchentuch abgestreift. Diese Methode entfernt die getöteten Läuse aus den Haaren des Betroffenen.
  • Die regelmäßige Kontrolle: Nach ein paar Tagen sollte das nasse Auskämmen der Haare noch einmal wie oben beschrieben auf dem Programm stehen, um zu kontrollieren, ob immer noch Kopflausbefall besteht.
  • Der erneute Gebrauch des Läusemittels: Etwa acht bis zehn Tage nach der ersten Behandlung empfiehlt es sich, das Läusemittel ein zweites Mal anzuwenden. Das macht auch den letzten geschlüpften Läusen den Garaus.

Die Kleidung und Bettwäsche zu waschen sowie Stofftiere, Bürsten und andere Gebrauchsgegenstände einzufrieren, ist nicht unbedingt nötig. Nur in den seltensten Fällen erfolgt eine Ansteckung über diesem Wege. Was jedoch auf keinen Fall ausgelassen werden darf: Ein Kopflausbefall bei Kindern muss dem Kindergarten oder der Schule gemeldet werden. So kann der Verbreitung vorgebeugt werden und die Ausbreitung der Läuse lässt sich eindämmen – das schützt auch die eigenen Kinder vor einer erneuten Ansteckung.