Egal ob Fußball, Handball oder Karate: Einen Nasenbruch hat man sich gerade beim Sport oft sehr schnell zugezogen. Ein unaufmerksamer Moment im Gerangel oder ein plötzlicher Sturz – und schon kann es passiert sein. Für den Betroffenen ist die gebrochene Nase alles andere als angenehm, Beschwerden wie eine schiefstehende Nase oder starke Blutungen können sehr bedrohlich wirken. Um bleibende Schäden zu verhindern, ist es äußerst wichtig zu wissen, was bei einem Nasenbruch zu tun ist.

 

Wie sich eine gebrochene Nase äußert

Wirkt stumpfe Gewalt auf die Nase, können die knöchernen Strukturen dieser Kraft möglicherweise nicht standhalten. In der Folge bricht das Nasenbein, das Gewebe innerhalb der Nase wird verletzt und Nasenbein sowie -scheidewand verschieben sich. Der Betroffene bekommt seine gebrochene Nase dann meist zuerst in Form von Schmerzen und Blutungen zu spüren. Folgende Beschwerden sind bei einem Nasenbruch typisch:

o   Schwellung der Nase

o   teils starkes Nasenbluten

o   Blutergüsse im Bereich der Nase und Augen

o   verschobene und/oder ungewöhnlich bewegliche Nase

o   Schmerzen

o   verstopfte Nase

o   Einsenkungen oder sichtbare Bruchkanten

Doch nicht immer treten alle Symptome auf und machen die gebrochene Nase damit unverkennbar. In einigen Fällen kommt es beispielsweise nur zu Schwellungen und dem Gefühl einer verstopften Nase. Auch dann ist ein Besuch beim Arzt dringend anzuraten – denn die zweifelsfreie Diagnose „Nasenbruch“ lässt sich nur mittels einer Röntgen-Aufnahme stellen.

Grundsätzlich gilt: Wer den Verdacht hegt, eine gebrochene Nase zu haben, sollte nicht zögern und unbedingt zum Arzt gehen. So ist von Anfang an eine optimale Behandlung sichergestellt und die Wahrscheinlichkeit bleibender Folgen – wie eine dauerhaft schiefstehende Nase und andere Formveränderungen – wird deutlich geringer.

Zudem kann der Arzt die Strukturen der Nase genau untersuchen und so auch rechtzeitig Blutergüsse innerhalb der Nasenscheidewand erkennen. Bei ihnen handelt es sich um eine ernstzunehmende Komplikation des Nasenbruchs, die bereits nach wenigen Tagen das Absterben des Nasenknorpels zur Folge haben kann.

Gebrochene Nase: So sieht die Behandlung aus

Ist es zu einem Nasenbruch oder allgemein einer Verletzung der Nase gekommen, gilt es zuallererst die Nase zu kühlen. Das schwächt bestehende Blutungen ab und verhindert ein zu starkes Anschwellen der Nase. Damit fällt die anschließende Behandlung leichter und die Beschwerden werden schonend gelindert.

Was außerdem zur Ersten Hilfe bei einer gebrochenen Nase gehört:

o   den Betroffenen ruhigstellen – auch wegen der Gefahr eines Schocks

o   den Kopf nach vorn halten und das Blut abfließen lassen

o   nach Möglichkeit den Nacken kühlen, um die Blutungen zu reduzieren

o   den Verletzten zum Arzt bringen oder bei schwereren Verletzungen einen Arzt rufen

Der Arzt wird den Nasenbruch zunächst genau untersuchen und Röntgen- oder auch CT-Aufnahmen sowie unter Umständen eine Nasenspiegelung in Auftrag geben. So kann er das Ausmaß der Verletzung exakt beurteilen und die richtigen Entscheidungen für weitere Maßnahmen treffen.

In der Regel reichen bei einer gebrochenen Nase konventionelle Methoden aus: Neben vorsichtiger Kühlung und der Einnahme von Schmerzmitteln geht es vor allem darum, die Blutungen zu stillen. Dazu werden häufig sogenannte Tamponaden (eine Art Verbandstoff) in die Nasenlöcher eingeführt. Offene und verschobene Nasenbrüche sowie Komplikationen wie Blutergüsse in der Nasenscheidewand müssen operativ behandelt werden. Nach etwa sechs bis acht Wochen ist das Nasenbein dann wieder vollständig ausgeheilt.