Wed, 15 Apr 2020 13:55:00 GMT

Forschenden an der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es erstmals gelungen nachzuweisen, dass ein im Mund häufig vorkommender einzelliger Parasit bei Gewebezerstörungen und starken Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Die Amöbe Entamoeba gingivalis besiedelt in hoher Anzahl die Mundhöhle der meisten Patienten mit schweren, mitunter wiederkehrenden Zahnfleischentzündungen. Sie ist eine Verwandte der im Darm die Amöbenruhr auslösenden Entamoeba histolytica und verhält sich ähnlich. Der Parasit dringt in das Zahnfleischgewebe ein, ernährt sich dort von Zellen – das Gewebe wird zerstört. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin Journal of Dental Research* erschienen.

http://idw-online.de/de/news744772